Leitsätze:
Die im Rahmen der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung
anzustellenden Ermittlungen sind in dem Umfang durchzuführen,
daß eine sachgerechte Planungsentscheidung möglich
ist. Eine vollständige Erfassung der betroffenen
Tier- und Pflanzenarten ist regelmäßig nicht
erforderlich. Es kann vielmehr ausreichen, wenn für
den Untersuchungsraum besonders bedeutsame Repräsentanten
an Tier- und Pflanzengruppen festgestellt werden und
wenn für die Bewertung des Eingriffs auf bestimmte
Indikationsgruppen abgestellt wird.
Beschluß des 4. Senats vom 21. Februar 1997 -
BVerwG 4 B 177.96
I. VGH Mannheim vom 28.03.1996 - Az.: VGH 5 S 1301/95
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Vetreter & Quellen
GFN
- Gesellschaft für Freilandökologie und Naturschutz
mbH (Referenzliste für Eingriffsplanung
EM
- Effektive Mikroorganismen in der Stadt
"Nicht der Keim spielt bei der Krankheitsentstehung
die wichtige Rolle, sondern die Widerstandskraft des Körpers,
das Milieu, das der angreifende Keim vorfindet." (Claude Bernhard,
Vater der experimentellen Medizin)
Das Konzept
Das Konzept der "effektiven Mikroorganismen" oder
abgekürzt EM wurde von
Prof. Teruo Higa (Universität Ryukyus, Okinawa, Japan)
entwickelt. Er hat
aus Mikroorganismen, die in Japan beispielsweise für
die Herstellung von
Sauergemüse eingesetzt werden, eine Kombination zusammengestellt,
die sich
in der Land- und Fischwirtschaft als nützlich erwiesen
hat. Inzwischen wird
in über 100 Ländern der Erde mit diesem Produkt
gearbeitet und weltweit
arbeiten über 1,5 Mio. Bauern damit. In Europa ist EM
noch relativ wenig
bekannt. Es sollen hier etwa 5.000 Bauern geben, die EM anwenden.
Bei EM handelt es sich eine Mischung von verschiedenen Mikroorganismen,
die
in der Natur vorkommen und die als "nützlich"
angesehen werden. Es handelt
sich dabei um Milchsäurebakterien und Hefen, eine kleinere
Anzahl von
photosynthetischen Bakterien, Aktinomyzeten und andere, die
in flüssiger
Kultur nicht nur nebeneinder leben können, sondern auch
synergetische
Effekte bewirken.
Als Experte für Pflanzenbau
interessierte sich Prof. Higa für die Einflüsse
der Mikroorganismen, die im Boden vorhanden sind, auf das
Pflanzenwachstum.
Er vertritt die Ansicht, daß sich Erträge und Pflanzengesundheit
erhöhen
lassen, wenn die Mikroorganismenpopulation im Boden gezielt
durch Beimpfung
mit nützlichen Mikroorganismen verändert wird. Damit
steht er im Widerspruch
zu den meisten Theorien des ökologischen Landbaus, die
darauf vertrauen, daß
sich die Populationen im Boden bei sachgemäßer
Bewirtschaftung quasi von
selbst in der gewünschten Weise herausbilden würden.
Bei EM werden die betreffenden Mikroorganismen getrennt vermehrt
und zu
einer Stammlösung vereint. Diese, als EM1 bezeichnete
Flüssigkeit, ist
begrenzt lagerfähig, da die Mikroorganismen ruhen. Sie
muß vor Verwendung
durch Zugabe von Wasser und Melasse aktiviert werden und kann
nach einigen
Stunden als Gießwasser verwendet oder verregnet werden.
Alternativ dazu kann die Anwendung der Mikroorganismen über
"Bokashi"
erfolgen. Das japanische Wort "Bokashi" bedeutet
nichts anderes als
"fermentiertes organisches Material" und es wird
von japanischen Bauern
traditionell als Bodenverbesserungsmittel eingesetzt. Bokashi
kann aus einem
breiten Spektrum organischer Ausgangstoffe hergestellt werden
(Reiskleie,
Maiskleie, Weizenkleie, Maismehl, Reishülsen, Bohnenschoten,
Reisstroh,
Ölkuchen, Baumwollsaatkuchen, kleingeschnittene Unkräuter,
Sägespäne,
Kokosnußfasern und -schalen, Fruchtrückstände
von Palmöl, Fischmehl,
Knochenmehl, Tierdung, Küchenabfälle, Wassergewächse,
Krabbenschalen). Bei
Verwendung von EM1 ist der Fermentationsprozeß nach
einigen Tagen
abgeschlossen und das Material kann als EM-Bokashi zur Bodenverbesserung
eingesetzt werden, wobei 200 g/m2 als ausreichend betrachtet
werden. Wenn im
Boden nur wenig organisches Material vorhanden ist kann bis
zur fünffachen
Menge eingesetzt werden.
Eine weitere Anwendungsform, die gegen Schädlinge eingesetzt
wird, wird in
Japan als "Sutochu" bezeichnet. Dazu wird EM1 mit
Wasser, Alkohol, Melasse
und Essig gemischt. Es ist mehrere Monate haltbar und wird
in starker
Verdünnung versprüht.
Aus der langjährigen Praxis mit EM in Südostasien
haben sich weitere
Anwendungsformen und Anwendungsbereiche ergeben. In der Viehwirtschaft
wird
EM1 als Zusatz zu Futter und im Trinkwasser gegeben, es wird
in Ställen
versprüht, wodurch die Entstehung von schlechten Gerüchen
vermindert und
Insekten vertrieben werden.
In Thailand werden Öko-Shripms unter Verwendung von EM
in Teichen
produziert. In einer Versuchsstation in Sara Buri werden jährlich
5.000
Kursteilnehmer ausgebildet. Als Multiplikatoren werden auch
Soldaten
eingesetzt, die ihr Wissen weitergeben sollen, wenn sie nach
Ableistung des
Wehrdienstes in ihre Dörfer zurückkehren.
EM im urbanen Umfeld des Bezirks Pankow
Obwohl die Arbeiten von Prof. Higa in erster Linie für
die
Pflanzenproduktion in der Landwirtschaft gedacht waren, ist
das Konzept von
EM auch im städtischen Umfeld durchaus anwendbar.
Eine spektakuläre Anwendung betraf die Gesundung uralter
Bäume in Taiwan,
die nach intensiver Behandlung mit EM wieder besser dastehen.
Straßenbäume sind in Berlin hohen Belastungen ausgesetzt.
Die Baumscheiben
sind knapp bemessen und werden durch Hundekot und Abfälle
belastet. Die
Anwendung von EM als EM1-Lösung oder als EM-Bokashi könnte
sich positiv auf
ihre Gesundheit auswirken.
Die Gartenanlagen, Parks und Friedhöfen des Bezirks bieten
reichlich
Anwendungsmöglichkeiten bei Neupflanzungen und zur Gesundung
kranker
Pflanzen. Der Einsatz als umweltfreundliches Mittel gegen Schädlinge
anstelle von chemischen Mitteln wäre zu prüfen. Die
Erfahrungen können an
die Kleingärtner weitergegeben werden.
EM-Bokashi kann aus den Grünabfällen des Bezirks
hergestellt werden. Der
Kompostplatz an den Botanischen Anlage ist bei dem gegenwärtig
angewandten
Verfahren, das lange Zeit in Anspruch nimmt, stark belastet.
Die Herstellung
von EM-Bokashi hingegen dauert nur wenige Tage bis zwei Wochen
und würde die
knappe Fläche effizienter ausnutzen.
EM1-Lösung könnte auch dem Wasser der Straßenkehrmaschinen
zugesetzt werden.
Es ist möglich, daß dadurch schlechte Gerüche,
vor allem vom Hundekot,
wirksam beseitigt werden.
Die EM1-Lösung kann zwar als fertige Stammlösung
zugekauft werden, aber
angesichts des nicht unerheblichen Bedarfs im Bezirk wäre
eine eigene
Produktionsstätte (Gewerbebetrieb) von Interesse. Die Mikroorganismen
sind
absolut ungefährlich und es kann unsteril gearbeitet werden.
Die Errichtung
einer Produktionsstätte für EM-Stammlösungen
und daraus hergestellte
Fertigpräparate für Kleinabnehmer könnte im Rahmen
des Biotech-Clusters
erfolgen. Aus den dort verarbeiteten Biomassen können die
Nährstoffe für die
Anzucht der Mikroorganismen gewonnen werden. Abwärme im
Niedertemperaturbereich könnte über das Blockheizkraftwerk
einer
Biogasanlage zur Verfügung gestellt werden.
Am Runden Tisch sollen auf der Basis des Leitbildentwurfes
der Initiative
Eoff (=Energieversorgung ohne Fremdbestimmung und Fossilbrennstoffe)
die
Möglichkeiten und Grenzen einer umfassenden energetischen
und stofflichen
Biomassenutzung im Berliner Nordosten besprochen werden. Unsere
Ziele sind
- ein Leitbild für die Region (Visionen und Strategien),
- ein verbindlicher Handlungsrahmen und Prioritäten zur
Umsetzung der Ideen,
- die Gründung einer Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft
und
- die Entwicklung von konkreten Projektbeispielen
Die Themen bestimmt der Runde Tisch, einige Vorschläge:
Biomassenutzung und
Landschaftsschutz, Biomassenutzung und Arbeit/Wertschöpfung,
lokale
Finanzierung, gesellschaftlich bedingte Prioritäten und
Rahmensetzung,
Stadt-Land-Verbund, Projektbeispiele, u.v.m.
Informationen zum 8. Runden Tisch des NABU zum Thema: EM
- Effektive Mikroorganismen
Datum : 30. Oktober 2002
nächste Sitzung : 27. November 2002 zum Thema - Konkrete
EM-Umsetzung in Berlin
Ort : Harzburger Str. 3, 13187 Berlin (Nähe Tram 50 Station
Mendelstr.)
Anwesende u.a. :
Prof. Klaus Dieter Hentschel (Humbolt Universität
Berlin Fachbereich Phytomedizin, Vorsitzender des Kompostierungsverbundes
Brandenburg,Sachsen Anhalt,...)
Prof. Leuschner (Landschaftsingenieur,ehemals HU-Berlin,
tätig in Polen mit EM-Projekt)
Herr Roland Schnell (lernte EM bei Pankgräfin e.V.
und von Franz Peter Mau kennen)
Was ist EM - Erklärung der Stämme & Kulturen
EM sind "Effektive Mikroorganismen". Diese Kulturen
gehören verschiedenen Stämmen an.
EM setzen sich aus aeroben und anaeroben Organismen zusammen.
Zu den aeroben Mikroorganismen zählen die Photosyntheseorganismen,
anaerob sind die Azotobakterorganismen, welche Stickstoff
zum Überleben benötigen. Da anaerobe Organismen
Sauerstoff produzieren und auf organischem Material gedeihen
kommt es zu symbiotischen Effekten zwischen den Organismen
der aeroben und anaeroben Gattung.
Neben den Azotobakter und den Photosyntheseorganismen wurden
in EM noch weitere Stämme kombiniert. Es finden sich
desweiteren Milchsäurebakterien, Hefen, fermentaktive
Pilzen und effektiven Aktinomyzeten die vielschichtig sowohl
aerob wie anaerob sind.
Die Technologie, die hinter dem Konzept von EM steht wurde
vom Agrarwissenschaftler Dr. Teruo Higa, Hochschullehrer an
der Universität des Ryukyus-Archipels auf Okinawa, Japan,
entwickelt.
Was ist EM1
EM1 ist die Mischung aus 80 verschiedenen Mikroorganismen-Kulturen
die eine Kombination der aeroben und anaeroben effektiven
Mikroorganismen darstellt.
EM1 ist die Basis für EMa
Wirkung von EM1
Die Mikroben der Mischung sind identisch mit den Vorfahren
, die seit jahrmillionen natürlicherweise im Boden vorkommen.
Für Mensch, Tier und Pflanze sind sie völlig unschädlich
da sich natürliche Biozönosen gebildet haben.
Neu ist die einzigartige Kombination dieser effektiven Mikroorganismen,
die den synergetischen Effekt auf lebewesen verstärken.
Ursprünglich wurden die Mischkulturen entwickelt, um
die Bodenflora im landwirtschaftlichen Berieb zu stabilisieren
bzw. diese wieder herzustellen. Als weitere Folge des Einsatzes
von EM kam es bei den Pflanzen zu einer deutlichen Steigerung
des Wachstums, des Ertrages, der Erntequalität und der
Lagerfähigkeit.
EM1 kann seine positive Wirkung auf den Boden erst entfalten,
wenn die Effektiven Mikroorganismen einen größeren
Anteil an der Bodenmaterie einnehmen als die "krankmachenden"
Mikroorganismen (Dominanzprinzip). Die Mikroorganismen des
Bodens, welche anteilig am geringsten vertreten sind, wirken
gleich der stärksten Fraktion.
Liegen diese in dominanter Menge von EM im Vgl. zu den schädlichen
Mikroorganismen vor, sind sie in der Lage abbauende Mikroorganismen
aus dem Millieu zu verdrängen. Die lange gepredigte sterile
Sauberkeit muß deshalb neu überdacht werden. Sterilität
schafft zunächst ein ideales Millieu für strukturabbauende,
also fäulniserregende Bakterien und Pilze. Dabei spielt
es zunächst auch gar keine Rolle, ob das auf dem Felde,
im Garten, im Haushalt oder im menschlichen Körper ist.
Dort wo positive, also effektive, Mikroorganismen vorherrschen,
haben negative, krankmachende keine Chance. Sollte dieses
Gleichgewicht aus dem Ruder sein, so bietet sich mit effektiven
Mikroorganismen die Möglichkeit dieses wieder herzustellen.
Krankheiten bei Pflanzen, Tieren und anderen Lebewesen, die
durch eine Vorherrschaft negativer Mikroorganismen begründet
wurden, können demnach durch den Einsatz von EM1 einfach
verschwinden. In der Natur herrscht der Grundsatz, dass Gesundes
gesund erhalten wird und Krankes abgebaut und somit wieder
in den Kreislauf zurückgebracht wird.
Wirkung von EM auf Substanzen
EM besitzen das Vermögen Kohlenstoffketten zu zerteilen.
Deshalb wirkt sich EM1 nicht nur auf biologische sondern
auch auf abiologische kohlenstoffhaltige Strukturen aus.
So ist zu beobachten, das durch den Einsatz von Effektiven
Mikroorganismen im Bereich von Mülldeponien die Zersetzungsgeschwindigkeit
von bspw. Plastiktüten drastisch zugenommen hat.
ein weiterer Effekt von EM ist der Zurückgang der
Fäulnisbakterien und somit ein Rückgang des
natürlich auftretenden Geruches
Erfolge von EM1
Nordkorea stellt gesamte Landwirtschaft auf EM1 um (auch
infolge der Hungerkatastrophe)
in Japan kompostet ein Großteil der Privathaushalte
den Hausmüll mit EM
EM1 macht den Landbau ökologischer und ist effizienter
als der Ökologische Landbau
im Vgl. EM1-Verfahren zum Ökologischen Landbau
sind die Erträge beim EM1-Verfahren größer
und konstanter bei einem teilweise höheren Grad an
ökologischer Effizienz
der Ökologische Landbau geht von der natürlichen
Bildung von Bodenmikroorganismen aus im Vgl. dazu geht
das EM1-Verfahren von der Verdrängung der schädlichen
Mikroben durch die Beimpfung des Bodens mit der 30fachen
Dosis* der EM aus
*30fache Dosis im Vgl. zur natürlich vorkommenden
Menge an Mikroorganismen im Boden
Verwendung von Effektiven Mikroorganismen
in der Landwirtschaft
Güllebehandlung
Steigerung der Produktmenge
Steigerung der Produktqualität
in der Stadt / an der Strasse
Vitalisierung der Bäume
Vitalisierung des Bodens
Vorklärung der Abwässer
in der Landschaft
Vitalisierung von bedrohten Biotopen (Gewässer,Wald,Moor
etc.)
Vitalisierung von belasteten Böden
Vitalisierung von Flora und Fauna
im Umweltschutz
Bekämpfung von Ölteppichen
im Haushalt
Reinigung mit ökologisch wertvollen Substanzen
EM Quellen
EM
Broschüre des Prof.Dr. Teruo Higa und Dr. James F.
Parr