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Belastungsverfahren und ökologische Wertanalyse
· Ermittlung des anthropogen bedingten Belastungsgrad des
Landschaftshaushaltes
· Eignungsbeurteilung mit Aussagen über damit verbundene
Folgewirkungen
Ökologische Wirkungsanalyse
Typische Vertreter der Ökologischen Wirkungsanalyse sind die
"Ökologische Verflechtungsmatrix" (KIEMSTEDT 1971)
und die "Ökologische Konfliktbewertungsmatrix" (BIERHALS,
KIEMSTEDT, SCHARPF 1974, 76 ff.)
Anwendung findet diese Bewertungsmethodik in der Nutzwertanalyse.
Hierbei wird zur Erfassung und Bewertung von Umweltbelastungen folgendermaßen
verfahren:
· Ermittlung von Nutzungskonflikten durch "Verursacher-Wirkung"
und "Betroffener-Standort" Betrachtung
· Umwandlung der gemessenen Belastungen in dimensionslose
Rangstufen bei kardinaler Skalierung (konstante Gewichtung der Indikatoren)
· Aggregation der Teilbelastungen zu "nutzungs- und
geofaktorenabhängigen Gesamtbelastungswert" (KNOSPE 1998,
14)
Bei der Vorgehensweise werden die Sach- und die Wertebene, als
auch die Konflikte ausgewiesen. Nachteilig wirkt sich die unzureichende
Begründbarkeit der kardinalen Wertsetzungen, und somit deren
Aggregierung zum Gesamtnutzen aus. Die Bewertungsschritte von diesem
Konzept sind eng verflochten mit kausalen Erklärungsmodellen
für Umweltprozesse. Wissenschaftlich sind nicht alle Wirkungszusammenhänge
der Umweltfaktoren und ihrer Einflüsse und Auswirkungen hinreichend
geklärt. In der Planungspraxi bewährte sich der kausalanalytische
Ansatz deshalb nicht (vgl. SCHEMEL 1985, 119).
Ökologische Risikoanalyse
Im Vergleich zum Belastungsverfahren der ökologischen Wirkungsanalyse
wird bei der ökologischen Risikoanalyse nicht der vom Menschen
verursachte Schädigungsgrad, sondern das durch anthropogene
Nutzungseinflüsse auftretende Beeinträchtigungspotential
ermittelt. In den folgenden vier Arbeitsschritten werden die ökologischen
Daten und bekannten Wirkungszusammenhänge in planungsrelevante
Aussagen umgesetzt:
· Ermittlung der Intensität potentieller Beeinträchtigungen
durch das Vorhaben oder die Vorhabensalternativen
· Transformation der Werte der Beeinträchtigungsempfindlichkeit
vorhandener Naturfaktoren und Nutzungen in dimensionslose Rangstufen
· Gewichtung nach Kriterienkatalog (vgl. Nutzwertanalyse
2. Generation, BECHMANN 1976) und schrittweise Aggregation der Werte
· Ableitung des Risikos der Beeinträchtigung durch Überlagerung
des ersten drei Arbeitsschritte (mathematische Aggregation zu Gesamtrisiko
entfällt)
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