- Arbeitschritte wie in Wirkungs- und Risikoanalyse
- Datenerhebung (Sachebene)
- Wertzuweisung (Wertebene)
- Wertsynthese (Entscheidungsebene)
- Wirkungsanalyse (Durchführung aufgrund der Komplexität
rein verbal)
Ergänzt wird die Arbeitsweise durch die Angleichung der "methodischen
Bausteine" im Sinne eines hierarchisch gegliederten Mehr-Ebenen-Modells
auf die unterschiedlichen räumlichen Ausstattungsmerkmalen
und Nutzungsansprüchen (vgl. Abb. 4)

Abb. 4 Ablaufschema des methodischen Leitfadens für argumentative
Planungsbeiträge zur Naturschutz- und Landschaftsplanung (KNOSPE
1998, 23)
Der methodische Leitfaden befasst sich mit:
- der Aufstellung von allgemeinen Leitbildern sowie allgemeinen
Zielsystemen (=Zielebene), die räumlich zu konkretisieren
sind,
- der Zusammenstellung von projektbedingten Wirkungen,
- der Auswahl von Indikatoren zur Beschreibung und Bewertung der
örtlichen Situation auf Basis räumlich konkreter Ziele
und der Projekttypischen Wirkungen (=Wertebene),
- der Darstellung von Qualitäten gemäß ihrer Entscheidungsrelevanz
(=Entscheidungsebene) und
- der Überprüfung und Konkretisierung der räumlich
konkreten Leitbilder und Ziele auf Grundlage der erhobenen Ausstattungsmerkmale
des Bezugsraumes und der Bewertungsergebnisse sowie Festlegung
von Maßnahmen zur Verbesserung des Zielerreichungsgrades
(=Entwicklungsebene).
Im Sinne eines Baukastenprinzips können die beschriebenen
Arbeitshilfen einzelfallbezogen ausgewählt und nach dem vorgegebenen
Muster geändert werden. Entsprechend dem Stand der wissenschaftlichen
Erkenntnisse und der politisch-pragmatischen Anforderungen sind
die Bausteine modulierbar oder zu ergänzen. (KNOSPE 1998, 24)
Arbeitshilfen existieren zum Aufstellen von Umweltqualitätszielen
(vgl. Knospe 1998, 25), zur Entwicklung (vgl. ebd., 25 ff.) und
zum Aufstellen (vgl. ebd., 29 ff.) von Leitbildern, zu Zielsystemen
(vgl. ebd, 38), zu Zielvorstellungen (vgl. ebd., 42 ff.) und zu
Projekttypen (vgl. ebd., 46 f.).
Leitbilder
Allgemeine Leitbilder (unkonkrete Vorstellung des Planers über
ökologisch orientierte Entwicklung der Landschaft)
Räumlich konkrete Leitbilder (regional/standörtliche Leitbilder)
- als konkreter Fall für Orientierung für den Erhalt oder
die Entwicklung einer Landschaft

Abb. 5 Entwicklung von Leitbildvorstellungen (Knospe 1998, verändert)
Zielsysteme und Umweltqualitätsstandarts
Baukasten
Visionäre oder allgemeine Ziele sind abstrakt mit weitem Interpretationsspielraum.
Einhaltung allenfalls tendenziell überprüfbar.
Konkrete Ziele sind durch Wertsetzung definiert und entsprechend
überprüfbar.

Abb. 6 Ableitung konkreter Zielsysteme und Umweltqualitätsstandards
(KNOSPE 1998, 41)
Arbeitshilfen
Kreislauf der empirischen Modellbildung

Abb. 7 Empirische Modellbildung (KNOSPE 1998, 59)
· Indikatorenbaukasten
· Verküpfungsregeln
Abb. 8 Ableitung der wertbestimmenden Merkmale (KNOSPE 1998, 83)
Zielsysteme
Projekttyp
Projekttyp
definiert zeitlichen Ablauf und mögliche räumliche Wirkungen
eines bestimmten Typs von Vorhaben in Form einer allgemeinen, schutzgutbezogenen
Checkliste (z.B. Autobahnbau, Bau von Gewerbegebieten, Bau von Terrassen
oder Hotelneubau [vgl. Abb. 9)
Checkliste
zeigt Faktoren zur Wirkungsprognose und -beurteilung auf und bietet
Anhaltspunkte zu schutzgutbezogenen, räumlichen Auswirkungen
Wirkungen
- baubedingt
- anlagebedingt
- betriebsbedingt
- störfallbedingt
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