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Aus den Verfahrensweisen der Länder werden im folgenden Ableitungen
gebildet, die durch Operationalisierung zum argumentativen Ansatz
führen.
"Ziel des argumentativen Ansatzes ist:
- Vorhandene, wissenschaftlich geforderte, normativ verankerte
oder einfach sinnvolle Indikatoren sind anhand der methodischen
Anforderungen [Kap. 2.1.1, 6] zu dokumentieren;
- Die Bewertungsmethode muss auf einen gewissen Grad der Formalisierung
beschränkt werden, der im Sinne der Qualitätssicherung
der Methode benötigt wird;
- Die Bewertungsmethode muss die Freiheiten des Deskriptiven besitzen
und das Problem der Aggregation zu Gesamtwerten lösen;
- Die Bewertungsmethode muss unter marktwirtschaftlichen Bedingungen
effizient und wissenschaftlich hinreichend genau sein" (KNOSPE
1998, 54).
Mit dem Ziel der Standardisierung wurden bereits zahlreiche Bewertungsverfahren
bzw. -methoden entwickelt.
Die Bewertungsmethode verknüpft innerhalb des Bewertungsverfahrens
die Sachinformationen mit den Wertvorstellungen. Dies beinhaltet
sowohl eine Sammlung betrachtungsgegenstandsspezifischer Arbeitsschritte
und Regeln, als auch Hinweise für den Einsatz dafür geeigneter
materieller und ideeller Hilfsmittel (ebd., 1977, 171).
Seit Ende der achziger Jahre ist in der Literatur der Begriff der
"verbal-argumentativen Methode" eingeführt (vgl.
HÜBLER, 1989, 131). Eine genauere Bestimmung dieses Begriffes
wurde von der Expertenrunde zur "Methodik der Eingriffsregelung"
durchgeführt.
Danach sind verbal-argumentative und mathematische Bewertungsmethoden
formalisierte Systeme. Trotz der unklareren Struktur der verbal-argumentativen
Methodik im Vergleich zur mathematischen Methode, wird diese Methodik
im Bezug auf komplexe, vielfältige Untersuchungsgegenstände
bevorzugt. Unklar ist bei der verbal-argumentativen Methodik ist
die Trennung von Sach- und Wertebene, die eine Vergleichbarkeit
zwischen den Untersuchungen gewährleisten soll. Verbal-argumentative
Verfahren können "zu einem tauglichen Instrument der landschaftsbezogenen
Vorhabensbeurteilung werden [...]", wenn "die Vorgabe
einer geeigneten Struktur, die Formalisierung von fragestellungsspezifischen
Indikatoren und weiteren methodischen Normierungen im Bereich der
Ableitung geeigneter Maßstäbe" erfolgt (KIEMSTEDT
et al., 1994, 7).
"Argumentativ" impliziert in der Methodendiskussion eine
verbale Verkettung der Argumente. Aus diesem Grund wird auch vom
argumentativen Ansatz gesprochen.
Der argumentative Ansatz geht aus einer deskriptiven Bewertung
hervor. Diese deskriptive Bewertung folgt einem "modularen
System formalisierter Arbeitshilfen (=Methodenbaukasten)" (KNOSPE,
1998, 6).
Die Entscheidungen werden durch eine logische Verknüpfung von
Sachinformationen erreicht. Informationsverluste sollten dabei vermieden
werden.
Das methodische Gerüst zur Festlegung und Vereinheitlichung
des notwendigen Bearbeitungsrahmens wird mit den einzelnen Bausteine
des Baukastens gebildet (vgl. Abb. 3).

Abb. 3 Struktur der argumentativen Bewertungsmethode (Entscheidungsmodell)
Structure of the ... (KNOSPE 1998, 6)
Die Bausteine bilden auch einen "Überprüfungsrahmen
zum Verwaltungs- und Rechthandeln" (KNOSPE, 1998, 6).
Das methodische Konzept wurde in das Bewertungsverfahren der Ökologischen
Risikoanalyse integriert. Innerhalb der ökologischen Planung
gilt dieses Verfahren als Standart.
"Der argumentative Ansatz nutzt die Vorteile des Deskriptiven,
ohne auf Rationalität, die Nachvollziehbarkeit und die Möglichkeiten
des Einsatzes der elektronische Datenverarbeitung zu verzichten"
(KNOSPE 1998, 21).
Deskriptive Argumentationsketten verhindern das unreflektierte Umsetzen
vorgegebener Arbeitsschritte und Indikatoren. Der methodische Leitfaden
und die Arbeitshilfen verhindern willkürliche Auswahl der inhaltlichen
und methodischen Auswahl. Um die Vorteile des Deskriptiven zu nutzen
und einen hohen Grad an Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu erhalten,
setzt sich der methodische Leitfaden aus formalisierten Bausteinen
und argumentativen Erläuterungen zusammen (vgl. Abb. 3). (KNOSPE
1998, 91)
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