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aktualisiert 30.11.2008
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Wissenschaft
Bewertung von Terrassen -
Evaluation of terraces - evaluación de las terazzas
 




 
3.2 Inhalt der argumentativen Bewertung

Aus den Verfahrensweisen der Länder werden im folgenden Ableitungen gebildet, die durch Operationalisierung zum argumentativen Ansatz führen.
"Ziel des argumentativen Ansatzes ist:

  • Vorhandene, wissenschaftlich geforderte, normativ verankerte oder einfach sinnvolle Indikatoren sind anhand der methodischen Anforderungen [Kap. 2.1.1, 6] zu dokumentieren;
  • Die Bewertungsmethode muss auf einen gewissen Grad der Formalisierung beschränkt werden, der im Sinne der Qualitätssicherung der Methode benötigt wird;
  • Die Bewertungsmethode muss die Freiheiten des Deskriptiven besitzen und das Problem der Aggregation zu Gesamtwerten lösen;
  • Die Bewertungsmethode muss unter marktwirtschaftlichen Bedingungen effizient und wissenschaftlich hinreichend genau sein" (KNOSPE 1998, 54).

Mit dem Ziel der Standardisierung wurden bereits zahlreiche Bewertungsverfahren bzw. -methoden entwickelt.
Die Bewertungsmethode verknüpft innerhalb des Bewertungsverfahrens die Sachinformationen mit den Wertvorstellungen. Dies beinhaltet sowohl eine Sammlung betrachtungsgegenstandsspezifischer Arbeitsschritte und Regeln, als auch Hinweise für den Einsatz dafür geeigneter materieller und ideeller Hilfsmittel (ebd., 1977, 171).
Seit Ende der achziger Jahre ist in der Literatur der Begriff der "verbal-argumentativen Methode" eingeführt (vgl. HÜBLER, 1989, 131). Eine genauere Bestimmung dieses Begriffes wurde von der Expertenrunde zur "Methodik der Eingriffsregelung" durchgeführt.
Danach sind verbal-argumentative und mathematische Bewertungsmethoden formalisierte Systeme. Trotz der unklareren Struktur der verbal-argumentativen Methodik im Vergleich zur mathematischen Methode, wird diese Methodik im Bezug auf komplexe, vielfältige Untersuchungsgegenstände bevorzugt. Unklar ist bei der verbal-argumentativen Methodik ist die Trennung von Sach- und Wertebene, die eine Vergleichbarkeit zwischen den Untersuchungen gewährleisten soll. Verbal-argumentative Verfahren können "zu einem tauglichen Instrument der landschaftsbezogenen Vorhabensbeurteilung werden [...]", wenn "die Vorgabe einer geeigneten Struktur, die Formalisierung von fragestellungsspezifischen Indikatoren und weiteren methodischen Normierungen im Bereich der Ableitung geeigneter Maßstäbe" erfolgt (KIEMSTEDT et al., 1994, 7).

"Argumentativ" impliziert in der Methodendiskussion eine verbale Verkettung der Argumente. Aus diesem Grund wird auch vom argumentativen Ansatz gesprochen.

Der argumentative Ansatz geht aus einer deskriptiven Bewertung hervor. Diese deskriptive Bewertung folgt einem "modularen System formalisierter Arbeitshilfen (=Methodenbaukasten)" (KNOSPE, 1998, 6).
Die Entscheidungen werden durch eine logische Verknüpfung von Sachinformationen erreicht. Informationsverluste sollten dabei vermieden werden.
Das methodische Gerüst zur Festlegung und Vereinheitlichung des notwendigen Bearbeitungsrahmens wird mit den einzelnen Bausteine des Baukastens gebildet (vgl. Abb. 3).


Abb. 3 Struktur der argumentativen Bewertungsmethode (Entscheidungsmodell)
Structure of the ... (KNOSPE 1998, 6)

Die Bausteine bilden auch einen "Überprüfungsrahmen zum Verwaltungs- und Rechthandeln" (KNOSPE, 1998, 6).
Das methodische Konzept wurde in das Bewertungsverfahren der Ökologischen Risikoanalyse integriert. Innerhalb der ökologischen Planung gilt dieses Verfahren als Standart.

"Der argumentative Ansatz nutzt die Vorteile des Deskriptiven, ohne auf Rationalität, die Nachvollziehbarkeit und die Möglichkeiten des Einsatzes der elektronische Datenverarbeitung zu verzichten" (KNOSPE 1998, 21).
Deskriptive Argumentationsketten verhindern das unreflektierte Umsetzen vorgegebener Arbeitsschritte und Indikatoren. Der methodische Leitfaden und die Arbeitshilfen verhindern willkürliche Auswahl der inhaltlichen und methodischen Auswahl. Um die Vorteile des Deskriptiven zu nutzen und einen hohen Grad an Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu erhalten, setzt sich der methodische Leitfaden aus formalisierten Bausteinen und argumentativen Erläuterungen zusammen (vgl. Abb. 3). (KNOSPE 1998, 91)